Wir kennen diese Felsen, weil wir hier leben
Vor acht Jahren stand ich auf der Bastei und hörte einen Touristen fragen: „Ist das alles?" Er hatte zwei Stunden Anfahrt hinter sich, die überfüllte Brücke fotografiert und wollte schon wieder gehen.
Ich habe ihm einen anderen Weg gezeigt. Einen schmalen Pfad, der vom Hauptweg abzweigt und zu einer Stelle führt, an der man die Formation aus einem Winkel sieht, den die meisten nie entdecken. Er blieb drei Stunden.
Das war der Moment, in dem mir klar wurde: Die Sächsische Schweiz braucht keine besseren Wege. Sie braucht Menschen, die zeigen, dass es mehr gibt als das Offensichtliche.
Geologe und Fotograf. Kennt jeden Stein und kann erklären, warum er dort liegt. Bevorzugt Touren im ersten Licht.
Biologin mit Spezialisierung auf alpine Flora. Führt die Schluchtwanderungen und zeigt Pflanzen, die man übersieht.
Kletterer und ehemaliger Bergrettungsmitarbeiter. Leitet die anspruchsvollen Touren und kennt jeden Griff an den Schrammsteinen.
Maximal zwölf Personen. Größere Gruppen sehen weniger, hören weniger und stören die Umgebung.
Wir passen jede Tour an die Gruppe an. Wenn jemand mehr Zeit braucht, nehmen wir sie uns. Wenn alle schneller wollen, gehen wir weiter.
Wir bleiben auf markierten Wegen, nehmen Müll mit und erklären, warum manche Bereiche gesperrt sind.